Archiv für August 2007

Pessimismus ist mir zu anstrengend

So.

Langsam pegelt sich das normale Leben wieder ein. Heißt leider nicht, dass alles in Ordnung ist aber erstens: Wann ist es das denn schon? und zweitens: Darauf zu hoffen ist sowieso immer alles was bleibt.

Ich überbrücke die Zeiten in unechten Welten, schnetzle mich durch Monsterreihen, oder überlasse das Handeln Schauspielern denn es ist die Lustlosigkeit, die sich seit dem Tag eingestellt hat und die manchmal schwer zu bewältigen ist. Heute zum Glück nicht. Und es gibt meine Freunde.

Trotzdem ist es morgens schwer einen Grund zum Aufstehen zu finden. Melancholischer Jazz und der Rest des Tages geben einen oder täuschen es vor. Wie oft im Leben reicht das Falsche den Gebrochenen. Aus Frust werde ich trotzdem nicht trinken oder mich anderen Substanzen zuwenden. Das macht nichts besser sondern alles falsch. Und wohin wenden, wenn man sich an das Falsche geheftet hat?

Genug der Moral jedoch.

In letzter Zeit habe ich wenig zu sagen. Wenn ihr Romantik erwartet habt, ja, ich vermisse sie. Das Gefühl zu haben, vor jemandem zu stehen und daran zu wachsen, etwas entdecken zu können, dass so unverschämt anders ist. es ist schwer in Worte zu fassen – und das war jetzt keine Floskel, alleine an dem Satz bin ich eine Minute gesessen, dumm nur, wenn so etwas abgedroschenes herauskommt – weil ich das Gefühl, dass ich habe, nicht ganz verstehe.

Wird schon kommen.

Ich war noch nie ein Pessimist.

Lohnt sich einfach nicht.

Mein Herz ist zerbrochen und jeden Atemzug schneide ich mich daran. Natürlich ging es in den Posts seit Niederöblarn um sie. Ich habe keine Richtung mehr. Es war das erste seit langer Zeit, das sich echt angefühlt hat und jetzt muss ich es rauswerfen.

Wo kämen wir denn da hin…

Ich war die Hälfte der Woche in den Tauern wandern, auf 2300m Höhe durch die Einsamkeit des Gebirges, vorbei höchstens an Kühen und Pferden. Mehr davon wenn ich Fotos habe, was nicht mehr allzu lang dauern kann.
Im Moment jedenfalls fühle ich mich – um den Kontrast zu wahren – furchtbar.
Wenn ich Musik brauche, nur um Hintergrund zu haben, hau’ ich mir die zweite Dehli 9 von Tosca um die Ohren. Unglaublich fehlgeleitetes Musikverständnis oder Ambient. Vielleicht etwas dazwischen.
Wer diesen Blog verfolgt, muss denken ich wäre andauernd depressiv, unausgeglichen und der Traumpatient aller Psychiater, die endlich einmal eine e c h t e Herausforderung wollen; wer mich kennt, wird höchstwahrscheinlich das Gegenteil behaupten – vielleicht vermerke ich tatsächlich mehr die schlechten Dinge; wenn, dann möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ihr euch das antun müsst.
Geht und kocht euch einen warmen Tee, wie ihr in in eurer Kindheit immer von eurer Mutter bekommen habt – vielleicht mit Milch und Honig – kauft euch die Schokolade, von der ihr immer gedacht habt, es wäre Wahnsinn, so viel Geld für etwas zu bezahlen, das sofort weg ist, nachdem man es gekauft hat oder lest die halbgelesenen Bücher in euren Regalen.

Das könnt ihr allerdings auch alles nachher machen.

War nur ein Vorschlag.

Eigentlich, meint Conni, sollte das doch alles spannend sein, aber ich bin da anderer Meinung. „Meinung“ ist vielleicht das falsche Wort. Wenigstens kann ich diesmal restlos erklären, was woran genau schuld war und wir verstehen uns. Das gehört dazu, meint Conni, und dagegen lässt sich ja wohl wirklich nichts mehr sagen. Kaum ein Satz, der unangreifbarer wäre. Er ruht auf einem einsamen Podest, unantastbar von Rhetorik und ziemlich abgegriffen. Alles gehört irgendwo dazu. Keine Sorgen, und sie hat recht, solle ich mir machen, aber ich kann mich des Gefühls nicht erwehren etwas wäre umgefallen und könne alleine nicht mehr aufstehen, obwohl ich weiß, dass es das wieder wird. Das Kuriose, das eigentlich Seltsame ist die Grundlosigkeit, mit der sich Alles einstellt. Natürlich ist es das nicht, aber sich mit etwas zu beschäftigen braucht Zeit und Willen und sollte besser nicht unterbrochen werden. Ich habe geahnt, dass ich mich sofort zerlegen hätte müssen. Am Nachmittag schwammen Fische und wir; Zweitere wohl hungriger – vielleicht aber nur aus Konditionierung. Später kommt etwas zurück, wirft sich wie ein hungriges Virus auf einen angegriffenen Körper und wirft mich zurück in die Zeit, wo solche Dinge wirklich noch grundlos waren, weil ich nicht verstand. Vielleicht war die Unsicherheit vom Morgen der Nährboden. Beides zusammen war doch zu viel um einfach nur einzustecken aber auch damit werden wir fertig. Jetzt sind wir wieder ich und ich schwanke noch ein wenig. Zeichnen hilft, aber ich bin nicht motiviert. Schlafen ist auch immer ein recht netter Plan und den werde ich wohl ausprobieren.

Wer diesen Blog verfolgt, muss denken ich wäre verletzlich und schwach.

Ihr solltet mich kennenlernen.