Ich war die Hälfte der Woche in den Tauern wandern, auf 2300m Höhe durch die Einsamkeit des Gebirges, vorbei höchstens an Kühen und Pferden. Mehr davon wenn ich Fotos habe, was nicht mehr allzu lang dauern kann.
Im Moment jedenfalls fühle ich mich – um den Kontrast zu wahren – furchtbar.
Wenn ich Musik brauche, nur um Hintergrund zu haben, hau’ ich mir die zweite Dehli 9 von Tosca um die Ohren. Unglaublich fehlgeleitetes Musikverständnis oder Ambient. Vielleicht etwas dazwischen.
Wer diesen Blog verfolgt, muss denken ich wäre andauernd depressiv, unausgeglichen und der Traumpatient aller Psychiater, die endlich einmal eine e c h t e Herausforderung wollen; wer mich kennt, wird höchstwahrscheinlich das Gegenteil behaupten – vielleicht vermerke ich tatsächlich mehr die schlechten Dinge; wenn, dann möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ihr euch das antun müsst.
Geht und kocht euch einen warmen Tee, wie ihr in in eurer Kindheit immer von eurer Mutter bekommen habt – vielleicht mit Milch und Honig – kauft euch die Schokolade, von der ihr immer gedacht habt, es wäre Wahnsinn, so viel Geld für etwas zu bezahlen, das sofort weg ist, nachdem man es gekauft hat oder lest die halbgelesenen Bücher in euren Regalen.
Das könnt ihr allerdings auch alles nachher machen.
War nur ein Vorschlag.
Eigentlich, meint Conni, sollte das doch alles spannend sein, aber ich bin da anderer Meinung. „Meinung“ ist vielleicht das falsche Wort. Wenigstens kann ich diesmal restlos erklären, was woran genau schuld war und wir verstehen uns. Das gehört dazu, meint Conni, und dagegen lässt sich ja wohl wirklich nichts mehr sagen. Kaum ein Satz, der unangreifbarer wäre. Er ruht auf einem einsamen Podest, unantastbar von Rhetorik und ziemlich abgegriffen. Alles gehört irgendwo dazu. Keine Sorgen, und sie hat recht, solle ich mir machen, aber ich kann mich des Gefühls nicht erwehren etwas wäre umgefallen und könne alleine nicht mehr aufstehen, obwohl ich weiß, dass es das wieder wird. Das Kuriose, das eigentlich Seltsame ist die Grundlosigkeit, mit der sich Alles einstellt. Natürlich ist es das nicht, aber sich mit etwas zu beschäftigen braucht Zeit und Willen und sollte besser nicht unterbrochen werden. Ich habe geahnt, dass ich mich sofort zerlegen hätte müssen. Am Nachmittag schwammen Fische und wir; Zweitere wohl hungriger – vielleicht aber nur aus Konditionierung. Später kommt etwas zurück, wirft sich wie ein hungriges Virus auf einen angegriffenen Körper und wirft mich zurück in die Zeit, wo solche Dinge wirklich noch grundlos waren, weil ich nicht verstand. Vielleicht war die Unsicherheit vom Morgen der Nährboden. Beides zusammen war doch zu viel um einfach nur einzustecken aber auch damit werden wir fertig. Jetzt sind wir wieder ich und ich schwanke noch ein wenig. Zeichnen hilft, aber ich bin nicht motiviert. Schlafen ist auch immer ein recht netter Plan und den werde ich wohl ausprobieren.
Wer diesen Blog verfolgt, muss denken ich wäre verletzlich und schwach.
Ihr solltet mich kennenlernen.