Archiv der Kategorie 'Philosophie'

You’re crazy Jesus!!!

Im Moment treibe ich mich viel auf dem GS-Blog herum but you knoooooow….

Am vierten beginnt der Zivildienst und darauf feiere ich hin, wie es sich gehört am Land. Da muss man schon vorsichtiger sein. Ginger snaps immerhin.

weiterlesen ‘You’re crazy Jesus!!!’

Ohne mein Yak geh’ ich nicht vor die Tür.

Eine kleine Vorschau auf unser Diplomprojekt.

Mittlerweile gibt es bewegte sowie vertonte Einstellungen, aber es ist ein weiter Weg. Die Bücher die ich bestellt habe tragen ihren Teil dazu bei – bei der digitalen Malerei ist es die Farbe, die den Dingen form verleiht. Für Menschen wie mich, die aus dem zeichnerisch-gestalterischen Bereich kommen, kann das eine große Umstellung sein, aber ich denke, dass ich langsam den Dreh ‘raus habe.

Die Seele kann keine Form haben, meint Immanuel, da Form eine Eigenschaft der Materialität sei, die wiederum Verdrängung impliziere. Da man sich aber nun zu jedem Körper, fülle er auch einen ganzen Raum aus, den Geist hinzuzudenken vermag, kann diesem kaum das Materielle zugesprochen werden.
Es sind die Träume eines Geistersehers, die ich teile. langsam schleicht sich in meinen Rationalismus der Optimusmus ein, den ich zwar immer angenommen habe, aber nie vertreten konnte. Viele Menschen können Glauben finden – ich würde meine Einstellung nicht so nennen, auch wenn es terminologisch eben dieses ist – zu viel präjudiziert doch der Verstand in dieses Wort; vor Allem in den heutigen Zeiten. Aber in diesem Buch deutlich und durchaus bewusst dargestellt, ist es das Dogma, an dem ich Interesse gefunden habe – obwohl ich es wohl nie ganz akzeptieren werde können. Ratio möchte ich nicht, wie überflüssig gewordene Umzugskartons, verstellen. Es hängt halt jetzt ein Bild an der Wand.

Langsam kehrt meine Leidenschaft zur Philosophie wieder, abseits aller Sophistik in die ich verfiel.
Vielleicht habe ich langsam den Dreh ‘raus.

Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie mal war…

Meine Finger tun vom Trommeln weh.

Es gäbe Schlimmeres, aber genau wie „Malen nach Zahlen“ will ich es mir gar nicht erst ausmalen.

Ohne Hände ist man doch teilwese echt aufgeschmissen – glücklicherweise hänge ich an meinen Gliedmaßen.

Ich bin nach wie vor im Rythmus, aber die Nacht ist ja noch jung.

Bloggen sollte man zu den wirrsten Zeitpunkten, dann bewahrt man sich Autentizität.

Um mich herum schläft alles und ich höre Youtube. Wenn man der letzte ist, der noch wach ist, steht man am frühesten auf. Außer natürlich man lässt sich von der Müdigkeit anstecken.

-

Spinozas Ethik, der ganze Substanzengedanke und Dogmatismus begleiten mich im Moment. Mit dem Meisten bin ich zwar nicht einverstanden, aber es ist trotzdem spannend zu lesen – trotz seines geometrischen Erläuterungsstils. Auch wenn man vor schlüssigen Argumentationen steht, muss man stets das logische Fundament ergründen, bei Spinoza ist es ein Zirkelschluss als Gottesbeweis. Als Jünger des Descartschen Rationalismus verwundert das allerdings recht wenig.

-

Mein Computer hat wieder einmal – und wie üblich – seinen Geist aufgegeben, aber beim bloggen ist man ja zum Glück nicht an eine Maschine gebunden. Eine Neue werde ich allerdings trotzdem bald brauchen – vorzugsweise MacBook Pro. Ich will einmal in meinem Leben einen PC haben, auf den ich mich verlassen kann.

Es wäre mal eine Abwechslung.

Der Sonnenaufgang mit Jazzanova erinnert mich an eine Zeit, die längst vergangen ist und die ich wiederfinden muss. Für einen Tag war das Leben so, wie ich es noch nie gesehen hatte und langsam bahne ich mir meinen Weg zurück. Es fehlt noch jemand und ich kann die Zermürbung schon spüren, die das mit sich bringen wird. Eigentlich ist es jetzt schon zu viel, aber ich bin ja nicht hier um aufzugeben.

Lieber ziehe ich es durch und zerbreche mich, als mich einzusperren, denn das habe ich lange genug gemacht.

-

Melancholie in der Früh hat schon was. Wenn’s mir dabei nicht so gut ginge.

Lache und die Welt lacht mit dir. Weine und du weinst alleine.

Heute war wieder einer dieser Tage (und das nicht einfach nur so dahergesagt). Ich habe mich gefühlt (eigentlich falsches Wort), als würde man mir einen Sack über den Kopf ziehen. Nicht gut, oder schlecht, sondern als wäre das ganze Leben so dumpf, wie Musik aus dem Nebenzimmer. Nicht einmal das Konzert konnte zu mir durchdringen. Im Nachhinein ist es eines der schlimmsten Gefühle die ich kenne, nämlich gar nichts zu fühlen (deswegen auch im Nachhinein) – und trotzdem weiß ich nicht, woran es liegt. Bis heute wusste ich auch nicht, wie ich da wieder rauskomme (eigentlich denkbar einfach) -

Eine wunderbare Abendnacht mit Mone und Clara, stundenlanges Philosophieren (großartig), Teetrinken und Schokolade spät in der Nacht. Und die richtige Musik ist auch sehr empfehlenswert ^^ (Wenn man bereits am wiederöffnen ist). Zu welchen Schlüssen kamen wir also:

Freiheit - großes Thema. Die Sache ist meiner Meinung nach die: Die meisten Leute glauben,
dass Freiheit sehr stark mit Selbstverwirklichung zu tun hat, d.i. das zu tun, was man will. Vergessen wird dabei oft, dass wir uns das, was wir wollen nicht aussuchen; es ist viel mehr eine Mischung aus Trieben und den daraus entstehenden Motiven d.h. unterbewusst. Um also in diesem Sinne frei zu sein, müsste das bewusste ordnende Denken mit unterbewussten Triebhandlungen konform gehen. Das wiederum bedeutet, man kann sich gar nichts mehr aussuchen, ist also per definitionem nicht mehr frei.
Denkfehler? Ich bin der Meinung es handelt sich durchaus um Freiheit, die meisten Menschen haben diesen Begriff jedoch unzulänglich definiert.

kleiner Auszug aus der Verhaltensforschung: Menschen haben keine Instinkte. Einer der größten Irrglauben, die ich kenne und ich kann es gar nicht oft genug betonen (^^): Menschen haben Triebe. Ein fundamentaler Unterschied, den erst dieser erlaubt uns – zu großem Teil – menschliches Handeln. Instinkte sind Verhaltensprogramme; evolutionäre Anpassungsmechanismen, die immer gleich ablaufen (z.B.: Paarungszeiten, Wanderverhalten etc.) um einen erfolgreichen Fortbestand der Art zu garantieren. Als instinktgesteuertes Wesen hat man keinen Einfluss auf sein Verhalten, kann also nicht reflektieren und muss seinen Instinkten folgen.

Menschen müssen das nicht.

Menschen haben Triebe, die nur verhaltensleitend wirken. Ein Beispiel:

Während Instinkte einem Tier sagen, wo, wie und wann es sich fortpflanzen soll – und das auch immer funktioniert – sagen Triebe einem Menschen nur, dass sie sich fortpflanzen sollen. Wie oder ob sie das überhaupt tun ist Sache des ordnenden Verstandes. Ein Beispiel? Das Zölibat illustriert diesen Punkt genau. Kein Tier kann sich entscheiden, seinem Instinkt nicht zu folgen. Wir Menschen können uns entscheiden, was wir tun. Das ist nicht wertend gemeint, denn genau der Punkt führt auch zu vielen Problemen, aber wir wollen nicht zu weit abschweifen.

Vegetarismus ist auf moralischer Ebene ein Zirkelschluss. (^^) Wer Vegetarier ist, weil er/sie meint, Tiere würden leiden, hat da ein Problem: Tiere fühlen Schmerz, das auf jeden Fall, aber dieser Schmerz löst nur eine Reflexreaktion aus (Fluchtmechanismus) nicht aber Leid, da Leid reflektiertes Erkennen des Schmerzes als solchen und dessen möglichen Auswirkungen ist. Dazu sind Tiere, soweit wir wissen, nicht in der Lage.
Nun interpretiert man also Tiere in die Leidposition (klassischer Antropomorphismus) und aufgrund dessen misst man ihnen moralische Wertigkeit zu. Streng logisch gesehen bezieht sich dieses Leid aber nur auf die Vermenschlichung des Tieres und diese wiederum auf das Leid selbst – Zirkelschluss.


Aber kein Grund zur Aufregung: Wer nicht will, dass Tiere seinetwegen Schmerz fühlen müssen, ist immer noch auf der sicheren Seite. Ein moralisches Argument gegen schmerzlose SChlachtung wird aber schwieriger zu finden sein. Die Moralitätsschwelle kommt hier voll zur Geltung. Da aber unsicher ist, was ich oben behauptete (nämlich, dass Tiere, soweit wir wissen, über kein reflektierendes Verständnis verfügen – mit Ausnahme vielleicht einiger weniger) muss dieser Schluss auch nicht unbedingt gelten – er ist jedoch sehr wahrscheinlich.

-

Aber ich wollte ja niemanden den Boden unter den Füßen wegziehen.

-